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OSTSCHWEIZ
FÜHRUNG AM PSI | 24.05.2026
Beeindruckende Führung
zur Protonentherapie am PSI
Ich hatte vor etwa zehn Jahren Krebs und wurde
unter anderem am PSI (Paul Scherrer Institut) mit
Protonen bestrahlt, was mir das Leben rettete.
Schon immer wollte ich das PSI besuchen, weil ich
mich jetzt nicht mehr an die schwere Zeit erinnern
kann, die ich dort verbracht hatte. Meine Mutter hat
es eingerichtet, dass mehrere Familien mit betro昀昀enen Kindern mit der Kinderkrebshilfe Schweiz
Elterngruppe Ostschweiz mal das PSI besuchen
können.
Als der grosse Tag dann kam und wir in Villigen vor
dem PSI standen, war ich sehr aufgeregt und neugierig darauf, was mich drinnen erwarten wird. Wir
hatten eine professionelle Führung von Herr Grossmann, welcher sich ebenfalls freute, ehemalige Patienten zu sehen. Zuerst erzählte er in einem interessanten Vortrag mit Bildern, was das PSI alles so
macht und wie die Therapie mit Protonen funktio-
Ich wurde von Protonen
bestrahlt, was mir das Leben
rettete.
niert. Dabei haben wir ganz viel gelernt, zum Beispiel, dass die Protonen aus Wassersto昀昀 gewonnen,
wie sie beschleunigt und durch Magnetismus gelenkt werden. Wusstet ihr, dass die Protonenstrahlen mit dem Tempo wie 4 mal um die Erde pro
Sekunde in das Körperteil hinein geschossen kommen? Ein Gramm Wassersto昀昀 reicht, um 3000
30
Jahre lang zu bestrahlen! Dadurch, dass die Protonen punktgenau gestoppt werden können und danach keine Strahlen mehr weiter in den Körper gelangen, richtet diese Therapie weniger Schaden an
gesundem Gewebe an als die herkömmliche
Protonenbestrahlung.
Nach dem aufschlussreichen Vortrag durften wir
das Bestrahlungsgerät und die Patientenräume anschauen. Wir konnten sogar unter den Bestrahlungsraum, um die Technik dahinter anzuschauen. Die
Magnete, die die Protonen bündeln und lenken sind
sehr gross, das hat mich sehr beeindruckt. Es gibt
einen Raum, in welchem Kinder für die Behandlung
narkotisiert werden, da sie sich auf keinen Fall dabei
bewegen dürfen. Auch sahen wir den Aufwachraum, ein Wartezimmer für Erwachsene und ein
separates Wartezimmer für die Kinder mit
Spielzeug.
Es war sehr spannend. Ich habe mich an nichts mehr
erinnert, nur das Fotobuch über die Therapiezeit
hatte ich im Kopf. Als die Führung vorbei war, bekamen wir Kinder noch einen Plüschtiger, der «Pro
Toni Tiger» heisst. Darüber haben wir uns auch sehr
gefreut. Die teilnehmenden Familien gingen danach
noch gemeinsam in ein Restaurant in der Nähe
essen. Der Tag war ein Highlight für mich.
Danke der Kinderkrebshilfe Schweiz und allen
Spendern, welche uns dies ermöglicht haben und
auch danke an meine Mutter, die den Aus昀氀ug
ans PSI organisiert hat. | LAURA, 11.5 JAHRE